Ich bin überaus dankbar über die Unterstützung, die ich aus allen Richtungen bekomme, von meiner Familie, meinen Freunden, meinen Schülern, den Mitarbeitern des Benediktushofs, der Stifung West-Östliche Weisheit, dem Verein für Achtsamkeit und Meditation Aachen, den Ärzten und Pflegern, deren Fachkompetenz mir bisher mein Überleben sicherte und die bei jeder neuen Komplikationen eine entsprechende Idee hatten, dieser zu begegnen. Die Bestrahlung allerdings, die so wichtig wäre, konnte immer noch nicht beginnen.

Ich bin aber auch diesem Rind überaus dankbar, dass sein Leben lassen musste, um mir seine Kopfarterie zu überlassen, die experimentell in meinem Bein eingebaut wurde. Sie erfüllt ihre Funktion. Und einmal mehr offenbart sich die Verbundenheit von allem und allen.
Nicht nur auf der spirituellen Ebene sind wir nur, weil alle andern auch sind, uns gibt es nicht aus uns selbst heraus, auch auf der Ebene der Phänomene und Formen, also unserer Alltagsebene brauchen wir diese Verbundenheit, um zu überleben. Es gehört zur Tragik unseres Daseins, dass wir Menschen das so oft nicht erkennen können und wollen, uns oder ganz bestimmte Personen in den Vordergrund stellen, uns identifizieren, um unserem Leben einen Sinn zu geben. Dabei ist der Sinn des Lebens doch, offenen Herzens diesen Augenblick zu leben und zu schauen. Was ist dieses Leben in Verbundenheit, wo alles mit allem zusammenhängt, ein Leben, ein Atemzug, gerade jetzt?
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